10 Jahre Menschenbrücke e.V. – eine Erfolgsgeschichte

1. September 2019 Menschenbruecke_eV

Seit Jahrtausenden bauen Menschen Brücken. Brücken sind wichtig, manchmal sogar lebenswichtig. Brücken überwinden Hindernisse, Flüsse und Schluchten oder schaffen Verbindungen von Land zu Land, von Ort zu Ort und immer wieder von Mensch zu Mensch. Das Gute an Brücken ist, dass Menschen miteinander in Kontakt kommen und Grenzen überwinden können.

Der Bau der Menschenbrücke e.V. wurde von Afrika aus, genauer von Masaka in Uganda, in Richtung Europa – Neuss-Norf begonnen.

Im Sommer 2007 legte Pfarrer Musoke Genza durch eine Urlaubsvertretung im Seelsorgebereich Neusser Süden den Grundstein für den Bau der „Menschenbrücke“. Baubeginn war der 29. März 2009 mit der Gründung des Vereins Menschenbrücke e.V., was auch bedeutet, dass die nunmehr stabile „Brücke“ ihr 10 jähriges Jubiläum feiert.

Was war geschehen?

Musoke Genza hatte schnell die Herzen der Menschen im Neusser Süden gewonnen, insbesondere in Norf, Derikum und Rosellen. Es kamen Gespräche und Treffen zustande und es folgten viele gemeinsame Stunden, die immer wieder Fragen aufwarfen.

Wie groß ist Masaka? Wie viele Menschen leben dort und vor allem die Frage, wie leben die Menschen in Masaka? Musoke Genza konnte viel berichten, was ihm jedoch nicht immer leicht fiel, waren doch die Unterschiede zu uns groß.

Die große Armut unter der Bevölkerung, die Waisenkinder, der Hunger und insbesondere die unzureichende Wasserversorgung, dazu Krankheiten u.v.a.m. berührten die Menschen im Neusser Süden stark.

Eines war sofort klar: die Brücke durfte nicht länger als Einbahnstraße von Uganda nach Norf dienen; eine Gegenfahrbahn musste her und die wurde kräftig ausgebaut. Eine Brücke von Mensch zu Mensch, von Traurigkeit zur Freude, von der Dunkelheit ins Licht. Die Brücke sind wir alle.

Gemeinsam  können wir viel erreichen.

Mitglieder des Vereins Menschenbrücke e.V. aus dem Neusser Süden und viele von jenseits der Stadtgrenze von Neuss sind mit der Vorsitzenden der 1. Stunde, Josefine Freibeuter, seit der Gründung der Menschenbrücke e.V. jahraus und jahrein unermüdlich im Einsatz mit zahlreichen Projekten für die Menschen in Masaka.

Viele Spendengelder sind bereits geflossen und erfolgreich in dringende Projekte für Masaka umgesetzt worden. Vom vorsichtigen Anfang mit Wassertank und Toilettenhäuschen, einer offenen Küche und einer neuen Wasserpumpe steigerte sich der Einsatz bis hin zum Bau eines Kindergartens und einer neuen Schule mit Unterrichts- und Schlafräumen, einem Sport- und Spielplatz ja sogar mit gespendeten Laptops. Die Laptops haben ein eingebautes Lernprogramm und stehen in unbegrenzter Zahl zur Verfügung. Ganz wichtig ist dem Verein die Ermöglichung zum Schulbesuch, der in Afrika für Kinder noch längst nicht die Selbstverständlichkeit besitzt, wie bei uns in Deutschland und außerdem noch Geld kostet.Zur Zeit werden 10 Aids-Waisenkinder regelmäßig mit Schulgeld, Schulkleidung und Material unterstützt, kranke und arme Menschen erhalten Medizin und Hilfe zur Selbsthilfe.

Bei unserer Reise 2018 nach Uganda (Selbstzahler) haben wir alle Bedürftigen, die wir unterstützen, getroffen und jeden mit einer Geldspende beschenken können. Alle Projekte wurden uns vorgestellt und begutachtet.

Es gibt noch viel zu tun: Die Menschen in Masaka brauchen unsere Hilfe. Neue Berichte direkt aus erster Hand von Pfarrer Musoke Genza und der Schulleiterin Grace Nalwadda bekommen wir Anfang August, wenn die beiden  anlässlich des 10 jährigen Jubiläums von Menschenbrücke e.V. wieder bei uns in Norf sind und mit uns Begegnungsgottesdienste feiern. Im Anschluss an die Messen wird ein reger Austausch mit vielen Gesprächen stattfinden, mit Bewirtung für alle Freunde, Spender, Mitglieder und alle Kirchenbesucher.