Afrikanischer Gottesdienst 2016

Und sie lebt doch noch – unsere Kirche

Afrikanischer Gottesdienst in St. Andreas

         

Wir erleben es inzwischen selten genug: lebendige, fröhliche und begeisternde Gottesdienste in der Kirche.

Manchmal aber gibt es sie!

Schon früh am Sonntagmorgen wirft der „afrikanische Gottesdienst“ in St. Andreas seinen Schatten voraus: aus der Kirche dringt die Musik vom Einsingen des jungen Chors „Lichtblicke“ mit vielen afrikanischen Liedern, auf der Straße begegnen uns bunt gekleidete Frauen, die ihre Tänze noch einmal geübt haben, Früchte, Gemüse, Blumen, lebende Hühner für die Gabenbereitung werden in den Vorraum der Kirche gebracht. Auf den Parkplätzen sammeln sich Fahrzeuge aus Neuss und den umliegenden Orten bis hin nach Euskirchen. Die Kirche ist gefüllt mit Menschen voll freudiger Erwartung.

Dann geht es los: unsere Kapläne, die Messdiener und tanzende „Afrikanerinnen“ ziehen in die Kirche ein. Der Gottesdienst ist lebendig und fröhlich. Es wird gesungen, geklatscht, getanzt und gebetet, getreu nach dem Spruch: Tanzen ist: Gott loben!

Anfangs brauchten einige Gläubige Zeit zur Gewöhnung, inzwischen machen fast alle mit. Großer Jubel beim Evangelium, danach wird Beifall geklatscht, die Gaben werden zum Altar getanzt!

Schon zum 8. Mal feiert die Gemeinde St. Andreas den „afrikanischen Gottesdienst“. Er wird von „Menschenbrücke“ organisiert und vorbereitet, von Frauen aus dem ganzen Seelsorgebereich  unter Leitung des Tanzkreises Norf begleitet, und er unterstützt das Engagement unserer afrikanischen Priester, Kaplan Innocent und Kaplan Renovat, in ihren Heimatländern Nigeria und Burundi.

Auch wir können von afrikanischen Gemeinden lernen: Miteinander feiern, fröhlich beten, sich öffnen für Anderes und Neues, Begeisterung nach außen tragen und nach dem Gottesdienst noch zusammen bleiben. Leider verhinderte in diesem Jahr der Regen das gemeinsame Tanzen auf dem Dorfplatz.

Angesteckt wurden auch Gläubige aus Nievenheim. Sie wollen im Oktober selbst  einen fröhlichen afrikanischen Gottesdienst feiern und holten sich Anregungen in Norf.

Danke allen Organisatoren und Beteiligten dieses begeisternden Gottesdienstes!

A. Wermeister und J. Freibeuter