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10 Jahre Menschenbrücke – Pressemitteilung

→ 1. September 2019

Norf. Die Wurzeln des Vereins Menschenbrücke e.V. wurden im Jahr 2009 von 13 Freunden in Neuss gegründet. Anlass war die Urlaubsvertretung durch Pfarrer Musoke Genza im Seelsorgebereich Neuss-Süd.

Seine Berichte und Bilder aus Masaka/Uganda zeigten ein derart erschütterndes Gesamtbild der Situation von Ort, dass verschiedene Gemeindemitglieder, zunächst auf rein privater Ebene, beschlossen unmittelbar Hilfe zu leisten.

2009 wurde der Verein mit 13. Freunden aus Norf und Umgebung gegründet. Heute zählt er 150 Mitglieder und hat bereits 300.000,00 Euro über das Hilfswerk „MISEREOR“, ohne Kosten für Menschenbrücke e.V. direkt zu Pfarrer Genza nach Uganda geschickt.

Die Spenden setzen sich aus den Mitgliedsbeiträgen, aus freiwilligen Spenden und aus Spenden von örtlichen Veranstaltungen, wie z.B. Schulfeste, Kindergartenfest, Weihnachtsmarkt, Fastensuppenessen, SoliBrot-Verkauf, Geburtstagsfeiern und Beerdigungen zusammen.

Im Februar 2011 hat Pfarrer Musoke Genza mit Helfern vor Ort den Verein „Menschenbrücke Masaka“ (MeMa) gegründet, um die Projekte von Menschenbrücke e.V. und den Einsatz der Spenden noch zielgerichteter koordinieren zu können.

Der Verein versteht sich als Unterstützer und Helfer zur Selbsthilfe für die Menschen in der Region Masaka, im Süden Ugandas. Die dringende Notwendigkeit, hier zu unterstützen, wird uns durch die regelmäßige Kommunikation mit den Verantwortlichen vor Ort und nicht zuletzt durch einen Besuch im Jahre 2018 immer wieder deutlich.

Unter anderem hat Menschenbrücke e.V. einen Kindergarten und eine Schule gebaut, wo 508 Kinder die Möglichkeit haben, an einem geregelten Schulbetrieb teilzunehmen. Hinzu kommen vier große Schlafsäle, damit Kinder nicht einen Weg von 2 Stunden durch den Busch nach Hause nehmen müssen.

Inzwischen ist ein Klassenraum mit Laptops eingerichtet. Versehen mit einem Lernprogramm, können uns eine unbegrenzte Zahl Laptops gespendet werden. Leider haben wir wenig Möglichkeit, Flugpaten zu finden, die den Transport nach Uganda übernehmen können.

Aber auch Schritte in die Unabhängigkeit, wie der Aufbau einer Schweinezucht oder einer Näherei werden durch die Spenden von Menschenbrücke e.V. unterstützt.

Arme und Kranke werden monatlich mit Hilfsmitteln unterstützt.

Darüber hinaus hat der Verein Stipendien für einzelne Waisenkinder übernommen, denn ohne die Zahlung eines Schulgeldes ist den Kindern der Besuch der Schule nicht möglich.

Um gerade diesen Kindern eine geregelte Schulausbildung, bis hin zum Studium zu ermöglichen, um ihnen die Möglichkeit in eine hoffnungsvolle Zukunft zu geben, ist der Verein auf Spenden angewiesen. Daher wäre es für unseren Verein eine großartige Sache, Mitglieder zu gewinnen für einen kleinen Jahresbeitrag von 30,00 Euro.

Alle Projekte wurden uns vorgestellt und besichtigt.

Die Schule wurde mit einem großen Fest mit Trommeln und Tanz eingeweiht. Kinder, Eltern und Lehrer empfingen uns mit Blumen, Früchten und selbstgemachten Geschenken und brachten uns ihren Dank entgegen.

Unsere Hilfe wird dort dringend gebraucht. Helfen sie uns, mit ihrer Spende zu helfen.

10 Jahre Menschenbrücke von Birgitta Klinkhammer

→ 1. September 2019

Wenn wir nur das in unserem Leben getan hätten…                          dann hätte sich unser Leben schon gelohnt!

Afrika der schwarze Kontinent. Was fällt uns zu diesem Erdteil ein? Welche Bilder kommen uns in den Sinn? Elend, Hunger, große Armut und wirtschaftliche Not? Das stimmt. Bilder von Musik und Tanz, lachende Gesichter und Lebensfreude? Auch das stimmt.

Seit über 10 Jahren gibt es eine enge Verbindung aus dem Neusser Süden (speziell die Apostelpfarren in Norf, Rosellen, Hoisten und Weckhoven) nach Uganda, Masaka. Ursprung war der Besuch des Pfarrers und Lehrers Dr. Musoke Genza, der ab 2007 in Norf mehrfach in den Sommerferien als Priester aushalf.

Sofort gab es einen guten Kontakt zur Gemeinde, vor allem über Frau Freibeuter, in deren gastlichem Haus er stets wohnte. 12 NorferInnen gründeten dann (mit Josefine Freibeuter, Birgit Küttner und Peter Hanß als erstem Vorstand)  im Jahr 2009 den Verein „MENSCHENBRÜCKE, Norf und der Rhein-Kreis Neuss helfen Masaka, Uganda“!

Tatkräftig wurde losgelegt. Spenden und viele Mitglieder gesammelt, Projekte angestoßen und umgesetzt. Schwierigkeiten wurden überwunden und Missverständnisse ausgeräumt. Kontakte wurden aufgebaut und viele Feste und Begegnungen initiiert, die heute fest zum Gemeindeleben der Apostelpfarren gehören.: Fastensuppenessen, Begegnungsfeste mit Musoke Genza, Fackelausstellungen und Solibrot-Verkauf, Spendenessen, sowie der traditionelle Andreasmarkt zum Patrozinium am 1. Advent und… und… und… Viele Ideen und viele Hände wurden gebraucht, um die sagenhafte Summe von mittlerweile 310.000,00 € zusammenzubekommen, die seit 2009 nach Uganda floss. Und auch dort musste Pfarrer Genza tatkräftig mit KollegInnen Grace Nalwadda und Henry Ssebwana, die zwischenzeitlich den Partnerverein MeMa (Menschenbrücke Masaka) gegründet hatten, alle Projekte umsetzen und begleiten, das ist und war viel Arbeit und eine riesengroße Verantwortung.

So viele Briefe, Gespräche, Aktionen… Ich selber bin von Anfang an dabei und bin für jeden einzelnen Menschen dankbar, der hier bei „uns“ mit anpackt und mitmacht. Und bis heute hat sich der Kreis erheblich erweitert: Es gibt 152 Mitglieder, Karin Breuer als Schriftführerin und seit Jahren fest an Josefine Freibeuters Seite. Mittlerweile treten auch jüngere Mitglieder in die Verantwortung, beispielhaft seien Steffi und Martin Ihnow genannt, schade, dass wir nicht alle aufzählen können. Denn ich bin immer wieder beeindruckt, wie viele bereit sind, bei Veranstaltungen und anderem mitzuhelfen und einzuspringen, sei es auch „nur“ einen Kuchen oder eine Speise vorzubereiten, oder Marmelade einzukochen und zu stricken. Ohne sie alle wäre dieser groß Erfolg nicht möglich!

In den 10 Jahren seit der Gründung wurde ein Kindergarten und eine Schule gebaut, Brunnen angelegt, Toiletten eingerichtet, Kinder und Jugendliche bei ihrer Schulausbildung unterstützt, Kranke bekamen Mittel, um sich angemessen behandelt zu lassen. Weiterhin wurden Solaranlagen erbaut und ein Kirchendach erneuert und vor allem auch immer wieder Menschen unterstützt, die sich eine Lebensgrundlage aufbauen wollten, um dem ewigen Kreislauf der Armut zu entkommen (wie z.B. eine Trockenhaube für die Friseurin oder eine Nähmaschine für die Schneiderin). Hier kann bei Weitem nicht alles benannt werden, aber auf der wunderbaren Webseite des Vereins finden sie alles Jahr für Jahr aufgelistet und anschaulich dargestellt.

Wie immer braucht eine solche Aufgabe einen Menschen, der die Verantwortung trägt und stetig Anstoß gibt und Menschen motiviert. Bis heute, über all die Jahre, ist das immer noch Josefine Freibeuter, die trotzt ihres Alters am Ball bleibt und unermüdlich wirkt und tätig ist. An dieser Stelle sei ihr von ganzem Herzen gedankt. Ihre zwei Reisen nach Uganda waren die Grundlage für ihre Riesentatkraft und die unerschütterliche Überzeugung, wie nötig unsere Hilfe dort ist, sonst wären wir nicht ganz so weit gekommen. Und ohne ihre enge und vertrauensvolle Beziehung zu unserem „Verbindungsmann“ Musoke Genza vor Ort, hätte die Arbeit auch nicht so erfolgreich sein können.

Der Verein Menschenbrücke e.V. und seine Mitglieder sind tief im christlichen Glauben verwurzelt. Wir alle haben die Überzeugung, dass wir zu einer Welt, zu einer großen Gemeinschaft gehören und füreinander Verantwortung tragen. Und dies nicht nur im Sinne von „Helfen wollen“ weil das Leben in Uganda bzw. Afrika so viel weniger für die Menschen bereit hält, als unser (reiches) Land für uns. Auch wir sind von unserer Arbeit für den Verein bereichert. Wir werden von unserer Gemeinschaft getragen und unser Leben wird durch die Begegnungen und Kontakte mit den Menschen aus Uganda weiter und reicher. Wir alle engagieren uns in dem Bewusstsein, dass Armut und Ungerechtigkeit – auch in einem weit entfernten Land – uns alle etwas angehen und wir dazu beitragen müssen, dass die Unterschiede der menschlichen Lebensbedingungen sich weltweit annähern und irgendwann ganz aufhören! Erst das Leben vor Ort nachhaltig verbessern und dann „eine Welt“ werden und sein! Gemeinsam etwas tun, damit das Leben sich lohnt.

10 Jahre Menschenbrücke e.V. – eine Erfolgsgeschichte

→ 1. September 2019

Seit Jahrtausenden bauen Menschen Brücken. Brücken sind wichtig, manchmal sogar lebenswichtig. Brücken überwinden Hindernisse, Flüsse und Schluchten oder schaffen Verbindungen von Land zu Land, von Ort zu Ort und immer wieder von Mensch zu Mensch. Das Gute an Brücken ist, dass Menschen miteinander in Kontakt kommen und Grenzen überwinden können.

Der Bau der Menschenbrücke e.V. wurde von Afrika aus, genauer von Masaka in Uganda, in Richtung Europa – Neuss-Norf begonnen.

Im Sommer 2007 legte Pfarrer Musoke Genza durch eine Urlaubsvertretung im Seelsorgebereich Neusser Süden den Grundstein für den Bau der „Menschenbrücke“. Baubeginn war der 29. März 2009 mit der Gründung des Vereins Menschenbrücke e.V., was auch bedeutet, dass die nunmehr stabile „Brücke“ ihr 10 jähriges Jubiläum feiert.

Was war geschehen?

Musoke Genza hatte schnell die Herzen der Menschen im Neusser Süden gewonnen, insbesondere in Norf, Derikum und Rosellen. Es kamen Gespräche und Treffen zustande und es folgten viele gemeinsame Stunden, die immer wieder Fragen aufwarfen.

Wie groß ist Masaka? Wie viele Menschen leben dort und vor allem die Frage, wie leben die Menschen in Masaka? Musoke Genza konnte viel berichten, was ihm jedoch nicht immer leicht fiel, waren doch die Unterschiede zu uns groß.

Die große Armut unter der Bevölkerung, die Waisenkinder, der Hunger und insbesondere die unzureichende Wasserversorgung, dazu Krankheiten u.v.a.m. berührten die Menschen im Neusser Süden stark.

Eines war sofort klar: die Brücke durfte nicht länger als Einbahnstraße von Uganda nach Norf dienen; eine Gegenfahrbahn musste her und die wurde kräftig ausgebaut. Eine Brücke von Mensch zu Mensch, von Traurigkeit zur Freude, von der Dunkelheit ins Licht. Die Brücke sind wir alle.

Gemeinsam  können wir viel erreichen.

Mitglieder des Vereins Menschenbrücke e.V. aus dem Neusser Süden und viele von jenseits der Stadtgrenze von Neuss sind mit der Vorsitzenden der 1. Stunde, Josefine Freibeuter, seit der Gründung der Menschenbrücke e.V. jahraus und jahrein unermüdlich im Einsatz mit zahlreichen Projekten für die Menschen in Masaka.

Viele Spendengelder sind bereits geflossen und erfolgreich in dringende Projekte für Masaka umgesetzt worden. Vom vorsichtigen Anfang mit Wassertank und Toilettenhäuschen, einer offenen Küche und einer neuen Wasserpumpe steigerte sich der Einsatz bis hin zum Bau eines Kindergartens und einer neuen Schule mit Unterrichts- und Schlafräumen, einem Sport- und Spielplatz ja sogar mit gespendeten Laptops. Die Laptops haben ein eingebautes Lernprogramm und stehen in unbegrenzter Zahl zur Verfügung. Ganz wichtig ist dem Verein die Ermöglichung zum Schulbesuch, der in Afrika für Kinder noch längst nicht die Selbstverständlichkeit besitzt, wie bei uns in Deutschland und außerdem noch Geld kostet.Zur Zeit werden 10 Aids-Waisenkinder regelmäßig mit Schulgeld, Schulkleidung und Material unterstützt, kranke und arme Menschen erhalten Medizin und Hilfe zur Selbsthilfe.

Bei unserer Reise 2018 nach Uganda (Selbstzahler) haben wir alle Bedürftigen, die wir unterstützen, getroffen und jeden mit einer Geldspende beschenken können. Alle Projekte wurden uns vorgestellt und begutachtet.

Es gibt noch viel zu tun: Die Menschen in Masaka brauchen unsere Hilfe. Neue Berichte direkt aus erster Hand von Pfarrer Musoke Genza und der Schulleiterin Grace Nalwadda bekommen wir Anfang August, wenn die beiden  anlässlich des 10 jährigen Jubiläums von Menschenbrücke e.V. wieder bei uns in Norf sind und mit uns Begegnungsgottesdienste feiern. Im Anschluss an die Messen wird ein reger Austausch mit vielen Gesprächen stattfinden, mit Bewirtung für alle Freunde, Spender, Mitglieder und alle Kirchenbesucher.

2019

→ 1. September 2019